WPC Terrassendielen sollen die Vorteile von Holz und Kunststoff in sich vereinen, und werden in den letzten Jahren auch in Deutschland stark beworben. Was ist aber dieses WPC genau, und warum sollte es besser sein als der natürliche Werkstoff Holz?
Was ist WPC?
WPC ist die Abkürzung für Wood Plastic Composit, also ein Verbundstoff aus Holz und Kunststoff. WPC wird aus bis zu 75% Holzfasern oder Holzmehl und 25% Polymer hergestellt. Mittels Presstechnik wird es in jede beliebige Form gepresst. Es gibt auch WPC, das Fasern des Bambus oder andere Pflanzenfasern enthält. Dieses sollte eigentlich als naturfaserverstärkter Kunststoff bezeichnet werden, man findet es aber auch immer wieder unter der Bezeichnung WPC.
Das in Deutschland angebotene Wood Plastic Composit hat einen höheren Anteil an Holz als die in den USA und Kanada vertriebenen Varianten. In Nordamerika sind bis zu 90% Kunststoff-Anteil durchaus üblich. Für ein angenehmes Gefühl beim gehen auf Dielen aus WPC ist aber der Holz Anteil wichtig, da dieser für eine Holz-ähnliche Oberfläche sorgt.
Terrassendielen aus WPC
WPC Terrassendielen bekommt man in jedem Baumarkt zu kaufen. Der Trend hin zum Kunststoff im Garten ist vor einigen Jahren aus den USA zu uns gekommen, und etliche Händler haben sich auf die Dielen spezialisiert. Für einige wenige Anwendungsbereiche wie etwa direkt neben dem Swimmingpool hat die WPC Terrassendiele sicherlich ihre Berechtigung, doch gerade im Garten und auf der Terrasse, wo man sich in der Natur erholen möchte, ist echtes Holz aus heimischen Wäldern vorzuziehen.
Oft wird WPC als Ersatz für Tropenhölzer verwendet. Damit werden zwar die tropischen Wälder geschont, aber durch den vermehrten Einsatz von Kunststoffen in Bereichen, in denen problemlos und qualitativ hochwertig heimische Hölzer Verwendung finden könnten, muss der Umweltschutz hinten anstehen.
Vorteile von WPC auf der Terrasse
Die Vorteile des Holz-Kunststoff Gemisches sind schnell aufgezählt:
- Unter direkter Wassereinwirkung kann es langlebiger als bestimmte Holzsorten sein
- Manche Holzarten beginnen mit der Zeit zu splittern, WPC splittert praktisch nie.
Die Nachteile gegenüber Holzdielen überwiegen
- WPC ist teurer als einheimisches Terrassenholz
- Es wärmt sich unter Sonneneinstrahlung stark auf, im Sommer wird es oft zu heiß um Barfuss darauf zu gehen
- Es hat fast immer Hohlräume und ist deswegen schwieriger zu verarbeiten. Offene Stellen am Rand müssen überdeckt werden.
- WPC ist nicht so stabil wie massives Holz
- Die Entsorgung ist umständlich
Studien haben auch ergeben, dass das Material sogar empfindlich gegen Feuchtigkeit sein kann, was aber auch von der Qualität abhängig sein sollte. Auch UV Strahlung, und Temperaturschwankungen können es beschädigen. Sogar Pilzbefall ist möglich.
Sie sehen, die Nachteile überwiegen. Und vor allem: Wer will schon Kunststoff auf der Terrasse. Oder würden Sie Laminat echtem Parkett im Wohnzimmer vorziehen?